Die blaue Göttin ...
Ich befinde mich auf einer Odyssee... wie schon viele Helden der menschlichen Vorzeit suche ich nach dem Glück, Ruhm oder der
endlichen Erfüllung. Erfüllung von was eigentlich? Erfüllung von Träumen auf jeden Fall und der Überwindung von
Ängsten und dem Sieg über Feinde. Allgemein sagt man ja, daß man um einen Feind zu besiegen
man sich ihm stellen muß. Doch wer ist der Feind?
Dazu foldendes: mit zehn Jahren bekam ich meine erste Gitarre geschenkt und habe sie jahrelang malträtiert. Sehr praktisch um auch ohne
Strom Gehöhr zu finden ist so eine Konzertklampfe ja schon, aber so richtig gepackt hat mich der Klang von ihr nie. Eine E-Gitarre, ja,
das wäe was Feines gewesen. Aber es hat nicht sollen sein.
Jetzt, da ich mich mit Viersaitern intensiver beschäftige, sind mir ihre sechssaitigen Freunde (oder eher Feinde?) wieder in den Sinn
gekommen. Was sind das nur für Instrumente, die sich mit heimlicher Aufdringlichkeit immer wieder in MEINEN Frequenzbereich mogeln
und mir die Show stehlen? Was sind das nur für Instrumente, die in jedem Rocksong gebieterisch das Recht der alleinigen Soli für sich
beanspruchen?
Gitarren sind meist Lead-Instrumente, übersetzt also Führungsinstrumente und sie klingen, Hand aufs Herz, meist schon recht geil. Wenn man
in einem Musikladen steht um sich schöne Bässe anzusehen, kommt man nicht umhin auch einen Blick auf Gitarren zu werfen. Mittlerweile betreibe
ich schon seit einiger Zeit "Guitar-Seeing", ich gehe als in Gitarrenläden und begaffe E-Gitarren. Und ich hege eine Hoffnung, daß eines
Tages eine dieser Gitarren zu mir spricht und sagt: "Nimm mich! Nimm mich mit! Ich bin für Dich bestimmt, ich bin Deine Bestimmung!" Aber diese
Drecksdinger schweigen. Vielleicht merken sie, daß ich sie gar nicht spielen kann. Ich habe EINMAL versucht E-Gitarre zu spielen, es war grausam
und ernüchternd.
... wird erweckt
So, genug des esoterischen Geredes. Fakt ist, daß mir vom Preis-Leistungsverhältnis keine einzige der E-Gitarren so gut gefällt, daß
ich sie kaufen möchte. Die Günstigen bestürzen oft durch miserable Verarbeitung, außerdem möchte ich schon ein Hartholz
als Korpus haben. Ich bin und bleib da konservativ. Ab dem mittleren Preissegment stimmen war oft Hölzer und Verarbeitung, allerdings finde
ich die Formen nicht besonders innovativ, dafür bin ich wohl nicht konservativ genug. Also muß ich selber ran:
Specs:
- Korpus: Erle mit Aufleimer aus Muschelahorn und Binding (ob Fakebinding oder echtes Binding hängt davon ab, ob ich Zubehör für meinen
Dremel finde)
- Hals: geschraubt aus Mahagoni
- Griffbrett: Rosenholz (NICHT Rosewood) mit 22 Bünden und Perlmuttinlays
- Brücke: Einteiler von Schaller, Mensur: 625mm (das erscheint mir so fucking zu kurz, ey!)
- Mechaniken: drei rechts, drei links
- Elektronik: zwei Humbucker (PAFs) mit klassischer Les Paul-Schaltung
- Oberflächenfinish: zweifarbig blau gebeizt, Nitrolack
Das Herz, die Humbucker kamen heute bei mir an. Das Holz sollte nächste Woche kommen. Wenn ich die Hardware auch noch komplett hier habe, geht´s los.
Ich habe mittlerweile fast alle Zutaten hier, auf jeden Fall die wichtigsten Kandidaten, um anfangen zu können.
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Auf dem Bild sieht man die Hölzer, die beiden Schablonen und einen Teil der Hardware/Elektronik. Der Erlekorpus ist schon ausgesägt
worden und das Elekronikfach blickt als lustiges Loch im Korpus in die Welt. Daneben sieht man das Griffbrett, welches mit einer 625mm Mensur (ich
messe aber noch einmal nach) fertig geschlitzt bei mir ankam. Das mächtige Brett daneben wird einmal der Hals werden. Die weiße
Schablone im Vordergrund ist von der Form frei Hand gezeichnet worden, enthält aber alle wichtigen Maße. Die Schablone aus Spanplatte daneben
wird gebraucht um mit einem Kopierfräser den Erlekorpus exakt zu übertragen. |
| Hier findet nun die Hochzeit zwischen Ahorn und Erle statt. Die Ahorndecke, die "bookmatched" aufgeschnitten wurde, ist verleimt
und nach der Schablone ausgesägt worden. Anschließend wurde sie auf den Erlekorpus aufgeleimt. Dazu dienen viele Zwingen und kleine Schrauben,
die in der Position der Tonabnehmer angebracht wurden. |
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In der Mitte der Halskantel wurde mit der Oberfräse ein Kanal für den Halsstab (ein Zweiwegstab) gefräst.
Mit einer Japansäge
wurde die Kopfplatte abgewinkelt und eine dünne Platte aus Resten des Korpusahorns (ebenfalls bookmatched) aufgeleimt. Die Kopfplattenform konnte danach grob ausgesägt werden.
Der Halsstab wurde
eingesetzt und am Ende ein wenig mit Textilstückchen umwickelt, damit er wirklich bombenfest in seiner Rinne sitzt und nicht mehr rappelt.
Dann
wurde das Rosenholzgriffbrett aufgeleimt und die Inlays aus Perlmutt eingelegt. Die Halsbreite wurde grob ausgeschnitten und mittels der Oberfräse bündig zum Griffbrett ausgeglichen.
Zum Schluß wurde dem Griffbrett noch eine Wöbung von 12 Zoll
verpasst. |
| In das Rosenholzgriffbrett sind 22 Jumbo-Bünde eingeschlagen worden. Die Bünde sind auch schon an den Kanten abgeschliffen
und abgeschrägt worden. Ich empfinde es als ziemliche Fummelei mit Metallschleifpapier und feinen Feinen, die Bünde so zu entgraten,
daß man sich die Greifhand beim Spielen nicht aufreißt. Der Korpus ist bis auf den letzten Schliff erst einmal fertig. Ich überlege noch,
ob ich ihn brettgerade lasse, oder ob ich wenigstens hinten etwas Holz wegnehme, damit er sich gut an meinen Bauch anschmiegt. |
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Während ich überlegt habe, wie ich den Korpus weiter gestalten möchte, habe ich mich an das Formen des Halses gemacht.
Dies geschieht im wesentlichen mit Holzfeilen, viel Schleifpapier und einem wunderbaren Werkzeug namens Schabhobel. Mit dem Schabhobel wird
das Halsprofil gearbeitet und das macht so viel Spaß, daß ich mich in meiner Werkstatt sofort nach dem nächsten Hals umsah; da war aber keiner.
Verdammt. Das Kopfende in die Werkbank geklemmt, das andere Ende mit den Bauchmuskeln fixiert und schon flogen ganz viele tolle Hobelspäne.
Sollte also jemand Mahagonihobelkringel zum Basteln brauchen, schnell bei mir melden, ansonsten werden sie in der kommenden Grillsaison gute Dienste
als Zunder leisten.
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Der Hals hat in den tieferen Lagen ein C-Profil und in den höheren Lagen ein D-Profil erhalten. Ob das gut ist, weiß ich noch nicht,
es fühlt sich aber gut an. Am Sattel hat er eine Breite von immerhin 46mm, was für eine E-Gitarre ziemlich viel ist. Ich wollte ihn aber so breit haben, da
der Hals am 1. Bund eine Dicke von nur 21mm hat und die Mensur der Gitarre recht klein ist. Weil ich eigentlich Bass spiele, wollte ich keine
kleine Fummelei auf dem Griffbrett und habe mich für den relativ breiten Hals entschieden.
Einen Daumenstopp am Sattel, auch als
Verstärkung für diese sensible Stelle, finde ich sehr schick, daher ist meiner hier recht ausgeprägt. |
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| Die Mechanikenlöcher sind gebohrt worden. Diese unregelmäßige Anordnung braucht man, damit die Saiten später gerade über
den Sattel laufen und dort keinen Knick erhalten. Als Freund von Antisymmetrien finde ich diese Anordnung auch recht hübsch.
Mir war viel daran gelegen, daß der Übergang Halsrückseite zur Anschraubfäche nicht plötzlich, sondern sanft verläuft. |
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Die Bundmarkierungen sind vorgebohrt und eingefügt worden. Obwohl ich weiß, daß der Kontrast nicht besonders hoch ist, habe ich diesmal
weiße Bundmarkierungen genommen, weil sie besser zum Fakebinding passen werden, was einmal Kopfplattenfurnier und Korpusdecke einfassen wird. |
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Nachdem der Hals vorerst fertig geschliffen war, vor dem Lackerien kommt ja noch der Endschliff, habe ich die Halstasche gefräst.
Dies hat dieses Mal wunderbar geklappt, da ich mir dafür extra eine Schablone gefertigt habe und somit mit dem Bündigfräser
exakt wegfräsen konnte, was der Zusammenführung von Korpus und Hals zuviel im Wege war. Nach der ersten Passprobe mußte lediglich nur noch
wenig Holz mit Stechbeiteln entfernt werden. Uff! Ein heikles Thema abgehakt!
Beim abschließenden Vergleich mit meiner Konstruktionszeichnung
ist mir allerdings ein Fehler aufgefallen, der mich sehr erschrocken hat. Der Fehler betrug immerhin 2cm. Wo diese zwei Zentimeter als Fehler aufgetaucht
sind, verrate ich an dieser Stelle nicht - ich verrate es überhaupt nicht! Nun, jedenfalls ist die Konstruktionszeichnung schneller geändert
als das Holz, daher lasse ich es so und ich mußte lediglich die nun neuen Positionen für die Brücke und die Tonabnehmer vermessen. |
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Da ich die Gitarre ja nun probehalber mal auf den Schoß nehmen konnte, um zu testen, wie sie sich so anfühlt, habe ich nun beschlossen, sie
hinten und vorne völlig platt zu lassen. Sie ist so bequem, wie sie jetzt ist, warum sollte ich dann mit dem Hobel irgendwelche Dellen hobeln?
Gerade weil sie so schön rund und bauchig ist, darf sie in allen Dimensionen auch so bleiben. Ich habe lediglich mit der Oberfräse die
hinteren Kanten leicht verrundet, damit sie noch bequemer wird.
Verdammt! Warum ausgerechnet jetzt?! Ich war mal wieder in einem Musikladen zum "Guitar-Seeing" und da hörte ich plötzlich eine Stimme,
die da sagte, nimm mich, ich bin für Dich! Also betrachtete ich die Schönheit, die da zu mir sprach und sie gefiel mir ausgesprochen
gut. Hach, so eine schöne kleine Frauengitarre. Der Blick auf das Preisschild lies mich schlucken. Warum in aller Welt, dachte ich, müssen
mich die Gitarrengötter so quälen? Was hatte ich ihnen nur getan? Nicht einmal 200 Ocken sollte die Schönheit kosten! Waaaah!!!!
Mit Mühe wendete ich mich ab und ging erst einmal Verstärker testen - NICHT mit dieser Schönheit, sondern mit einer anderen Gitarre.
Man muß es sich ja nicht schwerer machen als nötig.
Nachdem ich die Verstärker getestet hatte, verlies ich den Laden wieder, alleine.
Stolz, der Versuchung widerstanden zu haben, ging ich nach Hause, um mich meiner Göttin in der Werkstatt zu widmen.
Weiter geht´s!
Theoretisch sind nicht mehr viele Arbeitsschritte nötig, um die Gitarre zu vollenden - theoretisch, denn der Belzebub liegt nun im Detail.
| Die Bünde müssen abgerichtet werden. "Fass!" :-) Die Bundoberseiten sind trotz der Mühe, sie alle gleichtief einzuschlagen,
nicht auf gleicher Höhe. Die Höhe wird also überprüft, und die Bünde werden mittels eines geraden Klotzes und
Metallschleifpapier alle auf eine Höhe gebracht. Da dadurch die schöne Rundung der Bundkronen zerstört wird, muß diese Rundung
nun, Bund für Bund, wieder mit einer speziellen Bundfeile erstellt werden. Danach werden die Bünde noch mit Stahlwolle auf Hochglanz
poliert. Bei dieser Gelegenheit habe ich gleich noch einmal die Bundkanten entgratet, damit sie die Greifhand nicht aufreißen.
Da der Hals oben 46mm breit ist, habe ich Schwierigkeiten, einen passenden fertigen Sattel zu finden. Die breitesten Sättel im
"Gibson-Style", haben eine Breite von 44mm. Oh, nein! Zähneknirschend habe ich mir aus dem Gitarrenladen mal wieder ein Stück Knochen
besorgt, aus dem ich einen passenden Sattel feilen werde. Die Erinnerung an die Tortur des Sattelfeilens bei Blondiemausi
läßt mich frösteln, mit dem gravierenden Unterschied, daß ich diesmal keine passenden Sattelfeilen für Gitarrensaiten habe!
Der Gitarrenladen macht das für 25 Euro, aber ich mag diesen überheblichen Werkstattfritzen nicht, also habe ich voller Stolz den Laden
mit einem Rohknochen verlassen. Toll, Frau Audenrieth, Überheblichkeit kommt vor dem Fall. Wenigstens die Rinne für den Sattel habe ich
nun schon gemacht und den Sattel eingepaßt. Das Kerben hebe ich mir für ganz zum Schluß auf. In der Zwischenzeit überlege ich, wie ich
das mache. Hm, ob ich den Werkstattfritzen frage, ob er ich das in seinem Laden mit seinem Werkzeug selber machen darf? Nein, der ist mir zu
überheblich, zumal bei der Göttin nicht Gibson oder Gretsch auf der Kopfplatte stehen wird. Hach.... |
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Der Korpus braucht ja noch wichtige Löcher, also mussten die gebohrt und gefräst werden. Vier 8mm Löcher für die
Potiknöpfe , noch ein Loch für den Toggle-Switch, der später zwischen den Tonabnehmern
schalten wird, und zwei 11mm Löcher für die Befestigung der Brücke. Die Decke im E-Fach wurde teilweise mit nem Forstnerbohrer
dünner gemacht, damit die Achsen der Elektronikbauteile auch auf der Korpusoberseite herausschauen können. Diieeee Tonabnehmerfräsungen
entstanden schnell und dreckig. Die Tonabnehmer passen gut hinein, alles weitere verschwindet später sowieso unter Tonabnehmerrähmchen.
Das Loch für die Klinkenbuchse wurde auch mit einem Forstnerbohrer gebohrt. Im Prinzip wurde überall vorgebohrt, wo später Schrauben
hineinmüssen, damit nach dem Lackieren der Lack möglichst vor mechanischer Beanspruchung verschont wird. |
| der-die-do-das Beizen |
| Das Beizen ist so eine Sache. Es ist relativ schnell gemacht, aber auch recht schnell verhunzt. Daher habe ich die
letzten Stücke Ahorn
zum Probebeizen verwendet. Der Korpus soll blau werden. Um den Kontrast zu erhöhen, wurde erst einmal schwarz gebeizt und nach dem Trocknen
blau darüber. Das Stück Mahagoni wurde mahagonifarben gebeizt, und in der Tat, die schöne rote Farbe des Holzes kam noch besser
heraus. |
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| und das Lackieren |
Ich habe die Ahorndecke vom Korpus nun im wesentlichen Blau gebeizt, allerdings schwarz vorgebeizt, wie die Bilder oben schon zeigen.
Ich habe aber mehr Schwarz verwendet und weniger Blau, weil ich dem Farbton eher wasserfarben haben wollte, und nicht so quietscheblau. Bevor
es allerdings ans Beizen ging, habe ich mit Schnellschleifgrundierung die Kante der Ahorndecke eingepinselt, weil ich ja ein Fakebinding haben
möchte. Durch das Lackieren der Kante, dringt die Beize nicht in diesen Bereich. Das gleiche habe ich auch mit der Kopfplatte gemacht.
Dann wurde die Kopfplatte ebenfalls scharz-blau gebeizt. Auf die Kopfplatte habe ich danach mein Logo und den Gitarrennamen mit Acrylfarbe
verewigt: "goddess" soll die Kleine mal heißen. Ja. Nach dem schwarz-blauen Beizen habe ich den Hals noch mahagonifarben begeizt und schon mal
angefangen den kompletten Hals mit Schnellschleifgrunierung, mit Talkumpulver vermischt, zu bearbeiten, um diese ekelhaften Poren des Mahagoni
verschwinden zu lassen.
Die Korpusdecke inkl. Fakebinding ist abgeklebt worden, weil der Rest vom Korpus mit Nitrolack in Kobaltblau lackiert
wurde. Da kamen mehrere Schichten drauf. Nun ist all Farbgematsche fertig und es geht ans Klarlacken, was schätzungsweise vier Wochen benötigen
wird. In der Zwischenzeit hab ich dann genügend Ruhe, um die Tonabnehmerrähmchen zu machen. |
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Endlich, endlich ist die Gitarre fertig und hat auch schon Gebrauchsspuren erhalten. "Huch, da war ne Tür?" ;-) Und sie funktioniert tatsächlich.
Es war schon spannend, sie nach dem Löten und Zusammenbauen das erste Mal in meinen Mindprint zu stöpseln, um zu hören, ob
überhaupt ein Ton herauskommt. Kam natürlich NICHT, weil der heiße Teil der Buchse Kontakt mit der Kupferfolie des Elektronikfaches hatte.
Aber den Fehler hatte ich schnell gefunden, weil eigentlich beim Löten nicht viel schief gehen konnte, weil eine Paula-Verschaltung nicht sehr
kompliziert ist. Aber dann... der Ton, den sie dann von sich gab, hat mich für alle frustrierten Stunden entschädigt. Clean klingt sie
irgendwie nach "Bloing" und schön warm. Da ich über mein Aufnahmegerät keine Verzerrung erreichen kann, hab ich mir dann einen
Hughes&Kettner Attax 100 in der Bucht geschossen und kann seitdem meine Nachbarn mit guter Musik verwöhnen.
Und nun heißt es Üben, Üben,
Üben - zur Zeit Black Sabbaths "Paranoid". Wer sonst noch leichte Liedchen aus dem Hard Rock / Metal-Bereich weiß, möge sie mir
bitte mitteilen.
Und damit der geneigte Leser dieser Homepage auch nicht vor Langeweile verkommt, kommen hier nun die Bilder von der fertigen
Gitarre.
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Die Kopfplatte besteht, wie oben schon beschrieben, aus Resten der Ahorndecke. Nur habe ich sie um einiges dünner machen müssen.
Ich habe sie genau wie die Decke gebeizt. Dem aufmerksamen Betrachter mag ein Riss auffallen, der sich rechts befindet. Sehr ärgerlich, aber es
passiert. Leider hatte ich kein Ahornholz mehr übrig, so mußte ich den Riss leimen. Durch das Beizen und Lackieren tritt er auch noch gut hervor.
Tja. Das Problem mit dem Sattel habe ich gelöst, indem ich mir nun doch Sattelfeilen zugelegt habe und bin somit zu einem begehrten Sattelfeilenbesitzer
geworden, wie mir neulich mein örtlicher Musikalienhändler sagte, der, wenn er ein Problem mit Sätteln hat, mich nun kontaktieren will ;-D |
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| Die Tonabnehmerrähmchen sind auch aus den Resten der Ahorndecke entstanden und ebenfalls mit Nitro lackiert. Der E-Fachdeckel
ist aus Spanplatte. Für die mittlere Halsmuffe brauche ich noch eine kürzere Schraube, weil der Halsstab im Wege ist. Die Potiknöpfe
sind aus Buche und Ahorn. Bemalt wurden sie mit Acrylfarben. Sie regeln Volume und Tone der beiden Humbucker. Jetzt muß die Gitarre noch von erfahrenen
Gitarristen bespielt werden, um die Saitenlage zu optimieren, ich bin vom Bass ja was anderes gewohnt. |
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